Shida
Bazyar
Shida Bazyar
© Tabea Treichel

Shida Bazyar studierte in Hildesheim Literarisches Schreiben. Ihr Debüt Nachts ist es leise in Teheran (2017) wurde u.a. mit dem Bloggerpreis für Literatur, dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt.

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  • 19:30

    Literaturhaus Villa Clementine

    Frankfurter Str. 1
    65189
    Wiesbaden
    Die Lücken

    Vor kurzem blickte alle Welt auf SHIDA BAZYAR, weil sie mit ihrem ersten Roman für den renommierten International Booker Prize nominiert worden war. Nun legt die Autorin ihren neuen Roman „Die Lücken“ vor. Während die beiden Vorgänger die Themen Exil und postmigrantische Gegenwart behandelt haben, geht es in ihrem neuesten Werk in die Tiefen der Heimat. 

    In einem beeindruckenden Erzählmosaik legt Bazyar das Bild des fiktiven Orts Heimesbach im Hunsrück, an dem sich rund 90 Jahre deutsche Geschichte ablesen lassen. Jüdische Familien und NS-Profiteure spielen ebenso eine Rolle wie die Familien Sharifi und Karimpour, die Jahrzehnte später aus dem Iran flüchten. Wie eine Archäologin legt die Autorin Schicht um Schicht frei und analysiert die Fundamente, auf denen Heimat gebaut ist.   

    Moderation: Ariane Binder (3sat)

    Eintritt: € 12,- / 9,- zzgl. VVG. Abendkasse: € 15,- / 11,-

  • 19:00

    Diefenbachsaal des Bunten Löwen

    Löwenplatz 1
    64673
    Zwingenberg
    Die Lücken

    Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre Vergangenheit aktiv verschweigt und zugleich zum Zufluchtsort für diejenigen wird, die hier Geborgenheit suchen. Der Roman führt uns durch die Jahre und die Köpfe derer, die das Dorf prägten: von jüdischen Familien, die alles verloren, über NS-Profiteure, die sich als unschuldige Mitläufer neu erfanden, bis hin zu den Familien Sharifi und Karimpour, die Jahrzehnte später aus dem Iran flüchten. Shida Bazyar gelingt ein virtuoses Erzählmosaik über die Last der Geschichte, die Lüge des Neubeginns und den Wunsch, endlich eine Heimat zu finden.

    Eintritt frei!