Kehnel, Annette

Annette
Kehnel
Annette Kehnel
© Frank Post

Prof. Dr. Annette Kehnel studierte Geschichte und Biologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, am Somerville College Oxford und an der LMU München. Ihr Promotionsstudium am Trinity College Dublin widmete sie der Erforschung irischer Klostergemeinschaften und arbeitete dann an der TU Dresden, wo sie sich im Jahr 2004 habilitierte. Seit 2005 ist sie Inhaberin des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Mannheim. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen zu ihren Forschungsschwerpunkten Kultur- und Wirtschaftsgeschichte und der historischen Anthropologie vorgelegt.

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  • 19:00

    Wetter- und Klimawerkstatt Offenbach

    Frankfurter Str. 39
    63065
    Offenbach
    Diskursabend: Konsum und Nachhaltigkeit

     19:00 Uhr, Prof. Dr. Annette Kehnel: Wir konnten auch anders. Eine kurze Geschichte der Nachhaltigkeit

    19:45: Carl Tillessen: Konsum - Warum wir kaufen, was wir nicht brauchen

    20:30 Gespräch

     ********

    19:00 Uhr, Prof. Dr. Annette Kehnel: Wir konnten auch anders. Eine kurze Geschichte der Nachhaltigkeit

    Unser wirtschaftliches Denken – über Konsum, Kapital, Profit – stammt aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Und ist unbrauchbar geworden, wenn wir die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen wollen. Spannend ist jedoch, dass viele Lösungen, die wir aktuell für uns entdecken, bereits historische Vorbilder haben. Wie die Historikerin Annette Kehnel in ihrem Buch anhand lebendig erzählter Beispiele aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit deutlich macht: Ein Blick auf die Geschichte der Menschheit offenbart Anregungen für unsere Zukunft jenseits von Gewinnstreben und Eigennutz. Dörfer, die Sharing Economy betrieben, Zisterzienserinnen, die recycelten, die Erfolgsrezepte der „Tandlerinnen“ und die Ökonomie des Gebrauchtwarenhandels. Teilen, tauschen und nachhaltig handeln: Eine Reise in unsere Vergangenheit, die Lust auf Veränderung macht.

    19:45, Carl Tillessen: Konsum - Warum wir kaufen, was wir nicht brauchen

    Die Pandemie hat uns vorübergehend auf einen kalten Konsum-Entzug gesetzt. Doch sie hat uns nicht geheilt. Wir kaufen einfach immer weiter – auch Dinge, die wir eigentlich nicht brauchen. Was treibt uns dazu? Und was verändert sich gerade?

    Trendforscher Carl Tillessen nimmt uns mit hinter die Kulissen einer globalen Maschinerie, deren Erfolg vor allem auf Manipulation und Ausbeutung basiert. Stück für Stück seziert er die psychologischen Mechanismen, die bei uns immer wieder greifen – und schärft dabei unser Bewusstsein: für unsere eigentlichen Bedürfnisse, aber auch für die Bedingungen, unter denen unsere Smartphones und Sneaker entstehen. Denn der Preis, den die Natur und die Menschen in den Produktionsländern für unseren Hyperkonsum zahlen, ist hoch. Doch nie war die Chance, daran etwas zu ändern, so groß wie heute.

    Bitte beachten Sie: Der Besuch der Lesung ist kostenfrei. Im Rahmen der Pandemie-Schutzmaßnahmen kann es aber zu einer Beschränkung der Besucherzahlen kommen und Sie müssen entweder geimpft, genesen oder getestet sein (nicht älter als 24 Stunden).