Fritz, Susanne

Susanne
Fritz
Susanne Fritz
© Julius Erler

1964 geboren in Furtwangen im Schwarzwald, lebt in Freiburg. Autorin, Regisseurin, WortMusikerin, schreibt Erzählungen, Romane, Essays, Dramatisches und Musik, verfasst Beiträge für Literatur- und Kulturjournale, ihre Beiträge sind erschienen in Lettre International, Die Horen, Literaturblatt Baden-Württemberg, Allmende – Zeitschrift für Literatur, spuren – zeitung für gegenwärtige (A) und die Badische Zeitung, hat an Bühnen im In- und Ausland inszeniert und literarische Stoffe (u.a. von Wilhelm Hauff, Knut Hamsun, James Joyce und Nathalie Nothomb) für Bühne und Konzert bearbeitet, tritt in ihrem Programm WortMusik als Pianistin und Performerin auf, arbeitet mit international renommierten Musikern, Komponisten und Formationen für Neue Musik und Jazz zusammen, so u.a. mit dem ensemble recherche, Freiburg, dem ensemble cross.art, Stuttgart, mit den Bläservirtuosen Matthias Anton und Steve Swell (NYC), erhielt angesehene Preise und Stipendien u.a. der Kunststiftung Baden-Württemberg, war Stadtschreiberin in Schwaz/Tirol, Stipendiatin im Schriftstellerhaus Stuttgart und im Herrenhaus Edenkoben.

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  • 20:00
    Laudenbacher Tor 4
    64646
    Heppenheim
    Wie kommt der Krieg ins Kind

    Vierzehn Jahre alt ist die Mutter, als sie 1945 verhaftet und für Jahre ins polnische Arbeitslager Potulice gebracht wird. Der Grund: Sie hatte mit neun ein Formular unterschrieben, das sie in einem von Hitler überfallenen Gebiet als Deutsche auswies.
    Susanne Fritz erzählt ergreifend und ohne jede vorschnelle Schuldzuweisung von dem Schicksal ihrer Mutter und der ganzen Familie über mehrere Generationen. Sie fragt nach Menschlichkeit und Verrat, nach Identität und Sprache und zieht immer wieder historische Dokumente zu Rate. So leuchtet sie nicht nur die eigene Familiengeschichte aus, sondern das deutsch-polnische Verhältnis über zwei Weltkriege hinweg mit all den historischen Umwälzungen und ihren Auswirkungen auf jeden Einzelnen. Susanne Fritz führt ein tief lotendes Gespräch mit der Vergangenheit, sie tut es, weil sie die verborgenen Auswirkungen auf ihr eigenes Dasein verstehen will.

    Eintritt: 6,- (VVK) | 8,- (AK)