Khider, Abbas
Abbas Khider, 1973 in Bagdad geboren, floh 1996 nach einer Verurteilung wegen »politischer Gründe« und einer zweijährigen Gefängnisstrafe aus dem Irak. Von 1996 bis 1999 hielt er sich als illegaler Flüchtling in verschiedenen Ländern auf, seit 2000 lebt er in Deutschland. Für seinen Debütroman »Der falsche Inder« wurde er mit dem Adelbertvon-Chamisso-Förderpreis 2010 ausgezeichnet. Zur Zeit lebt Abbas Khider in Berlin.
Die Orangen des Präsidenten
»Die Orangen des Präsidenten, so heißt das neue Buch von Abbas Khider, ein starker - hier ist das Wort wirklich mal am Platz -, ein starker, ein bewegender Text, ein Augen öffnendes Buch.« Denis Scheck, »Druckfrisch«
Nasrija, Irak, 1989: Am Tag der letzten Abiturprüfung wird Mahdi zu einem Ausflug eingeladen. Sein Klassenkamerad Ali hat sich ein Auto ausgeliehen und die beiden wollen das Ende der Schulzeit feiern. Doch es ist das falsche Auto und Ali kennt die falschen Leute - die beiden werden ohne Anklage und Prozess inhaftiert. Mahdi stehen zwei Jahre Gefängnisalltag bevor, Hunger, Folter, Grausamkeiten, Zynismus: Zum Geburtstag Saddam Husseins wird den Häftlingen eine Amnestie in Aussicht gestellt - doch dann bekommt jeder nur eine Orange als Geschenk. Mahdi rettet sich in dieser Hölle durch seine Begabung zum Geschichtenerzählen. Drastisch, tragikomisch und ergreifend berichtet er Episoden aus seiner Kindheit und Jugend, besonders von der Freundschaft mit dem Taubenzüchter Sami und dem Geschichtslehrer und Literaturübersetzer Razaq.

